Der Dorfladen, in der Nachkriegszeit "Koperatiwa" genannt war, wie die meisten kleinen Geschäfte auf den Dörfern in Konsumgenossenschaften organisiert. Hier ist das Warenangebot in den Jahren 1960-61 aufgelistet. In der Zeit war die 19-jährige Käthe Reiss, geborene Ferch, aus Gutenbrunn für den Laden verantwortlich. Die Liste basiert auf ihren Erinnerungen. Sie ist sicher nicht in allen Details vollständig, deckt aber das Wesentliche mit rund 70 Positionen ab.

Warenliste

- Zucker
- Salz
- Reis
- Grieß
- Nudeln
- Speiseöl vom Fass
- Essig
- Hefe
- Marmelade in 10 kg Kisten
- Zichorienkaffee
- Fischkonserven
- Dosenfleisch
- Steinsalz für die Tiere

- Gewürze: Pfeffer, roter Paprika, Nelken, Lorbeerblätter
- Vanillezucker
- Backpulver
- Scherbett zum Kuchenfüllen mit Vanille-, Kakao- und Fruchtgeschmack
- Natron

- Bonbons verschiedener Art
- Kartoffelzucker (Glukose)
- Eugenia - eine Art Prinzenrolle
- Napolitane - eine Art Neapolitaner Waffeln
- Ausgewogene Kekse
- Rahat
- Halwa

- Schnaps
- Bier (selten)
- Zigaretten: 4 Sorten: Marasesti, Nationale, Carpati mit/ohne Filter und Favorit

- Zündhölzer
- Seife
- Zahnpaste
- Kämme
- Kernseife
- Steinsoda
- Ultramarin um weiße Wäsche aufzuhellen

- Stoffe für Kleider nähen
- Nadeln; Zwirne; Knöpfe
- Meterware: Bettwäsche, Handtücher
- Strümpfe
- Unterwäsche
- Gummischuhe - eine Art Galoschen

- Nägel
- Maschendraht
- Backbleche zum Kuchen und Brot backen
- Ofenrohre
- Weiß- und Schwarzblech

- Petroleum
- Petroleumlampen
- Zylinder für die Lampen
- Spiritus
- Batterien für Laternen und Radios

- Kalk
- Tonfarben (Oker) für die Wände
- Ölfarben
- Firneis - Grundierung
- Ofen Farben: Schwarz, Grafit für die Kochplatten und Silber für die Ofenrohre.